Keine Eier aus Käfighaltung!

Seit Anfang des Jahres dürfen in der Europäischen Gemeinschaft (EU) keine Eier aus Legebatterien mehr in Umlauf gebracht werden. Deutschland hat die EU-Verordnung, die 1999 erlassen wurde,  bereits 2010 in nationales Recht umgesetzt und als Konsequenz die konventionelle Legehennenhaltung abgeschafft. Einige EU-Länder sind der Verordnung jedoch immer noch nicht nachgekommen. Deshalb leben Schätzungen zu Folge in der EU noch über 40 Millionen Hennen in sogenannten Legebatterien.

Doch auch die nach wie vor zulässige Kleingruppenhaltung stellt eine tierquälerische Käfighaltung dar. "Gegenüber dem konventionellen Käfig bietet der Kleingruppenkäfig den Hennen gerade einmal die Fläche eines Bierdeckels mehr Platz", so Mike Ruckelshaus, tierschutzpolitischer Sprecher bei TASSO.

Auf Eier an Ostern möchten die wenigsten Menschen verzichten. "Wem der Tierschutz am Herzen liegt, der sollte jedoch Eier mit der Kennzeichnung 3 meiden. Diese Eier stammen aus Käfighaltungen, die alles andere als tierschutzgerecht sind", erläutert Ruckelshaus weiter. Er weist darauf hin, dass Eier auch in vielen Backwaren, Fertigprodukten, Süßigkeiten und Nudeln enthalten seien. Für den Verbraucher sei es selten ersichtlich, woher die darin verarbeiteten Eier stammten. "Da sich die EU nicht auf Sanktionen gegen die Mitgliedsstaaten, die das Verbot der herkömmlichen Käfige nicht umgesetzt haben, einigen konnte, besteht die Gefahr, dass auch diese illegalen Eier weiterhin in Fertigprodukten enthalten sind."

Quelle: TASSO, Newsletter vom 23.03.2012

Zuletzt aktualisiert am

Sonntag,   7. Okt. 2018

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